VATNSMYRI FOR THE PEOPLE
Reykjavik/ Island
Bei der Betrachtung gegenwärtiger Stadtentwicklungen wird schnell offensichtlich, dass es weder die Menschen noch die Politik sind, die unsere Städte formen, sondern das Geld. Gleichzeitig manifestiert sich die Individualisierung in der Suburbanisierung, welche die Menschen - ohne dass sie es bemerken - vom Kapitalismus abhängig macht. Die Städte in ihrem ureigenen Sinn, als kollektiver Raum, sterben aus.
VATNSMÝRI ist eine außergewöhnliche Möglichkeit für Reykjavík entgegen globalen Entwicklungen ein neues Verständnis von Stadt in Bezug auf kollektive Identität zu manifestieren. Durch das "Extrudieren" der Start-Lande-Bahnen des ehemaligen Flughafens zu einem der größten "Gebäude" der Welt wird Geschichte in physische Form - urbane Form gegossen. Die Struktur ist eine neue Form von Monument - ein Monument für die Bewohner. Nicht gebaut, um finanzielle Macht losgelöst von den Menschen zu repräsentieren, sondern um ein sozio-politisches Statement zu setzen ? ein Statement für die Macht der Gemeinschaft. Die Form steht für Einheit und Vielfalt gleichermaßen. Es handelt sich um eine gebaute Umwelt, die aufgrund ihrer Größe jegliche Funktionen und Unterstrukturen aufnehmen kann, ohne ihre Kraft und Einheit zu verlieren.
Wettbewerb (2007):
Anne Niehüser
Oliver Seidel
Verena Brehm
mit:
Dominic Balmforth, susturb






