QUERKRÄFTE
Berlin-Tegel/ Deutschland
Mit Tegel gewinnt Berlin eine Fläche von 460ha in innerperipherer Lage. Gegenwärtig gibt es keine Nutzung, die eine Fläche in dieser Größe und Lage benötigt bzw. sinnvoll ausfüllen könnte: Tegel hat Zeit. Gleichzeitig stehen enorme gesellschaftliche Veränderungen an. Die bestehenden Systeme, die unser Zusammen-
leben leiten, benötigen grundlegende Korrekturen, Ergänzungen, Neustarts. Es sind die Leere und die Größe des Ortes, die die Suche nach Zukunft ermöglichen und die Entwicklung neuer planerischer Strategien erforderlich machen. Um der Komplexität der anstehenden Veränderungen gerecht werden zu können, wird das Prinzip der Freiheit in den Mittelpunkt des Handelns gerückt. Freiheit ermöglicht eine maximale aktive Beteiligung und somit von allen getragene Entwicklungs-
prozesse. Das Resultat von Freiheit ist Ideenopulenz: Naheliegende Szenarien ebenso wie Wildcards, die unwahrscheinlich erscheinen, als alternative Wirklichkeit allerdings mit erheblichen Konsequenzen verbunden wären, werden auf Tegel projiziert. 'Querkräfte' leistet eine diskursive Grundlage, die im Planungsprozess Tegels als Impuls, Kritik oder Irritation dienen soll.
Werkstattverfahren im Auftrag
der Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung (2009):
Anne Niehüser
Nils Nolting
Oliver Seidel
Sanna Richter
Verena Brehm
mit:
Johannes Böttger/ jbbug









